b_215_215_16777215_00_images_stories_akt18_180810-blanco_gkn-blanco-scheck.jpgDie EnBW hat beim Umweltministerium die Stilllegung und den Abriss von Block 2 in Neckarwestheim beantragt, obwohl dort noch bis Dezember 2022 Atomstrom und somit auch weiterer hochradioaktiver Atommüll produziert werden soll.
Die Einwendungsfrist läuft nur bis Montag, den 03.09.18.  - Sammeleinwendung auf der Homepage und als *.pdf zum ausdrucken und unbterschreiben!

Radioaktivität lässt sich nicht Abschalten!
Die gesundheitliche Gefährdung durch Strahlung richtet sich allein nach der Halbwertszeit der Radionuklide. Dabei ist es egal, wo das radioaktive Material ist, wie es „bearbeitet“ oder wie breit es gestreut wird.

AKWs sofort abschalten – Atomausstieg jetzt!
Der Weiterbetrieb von Atomkraftwerken - wie Block 2 in Neckarwestheim -, sowie der Betrieb von Kohlekraftwerken behindert die weitere rasche, dezentrale Energiewende. Die Bundesregierung hat mit Unterstützung der Länderregierungen im Bundesrat Gesetze erlassen, die den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien massiv ausbremsen. Die Zwangsausschreibungen behindern die bisher erfolgreiche Energiewende in Bürgerhand!

Atomausstieg sofort und Energiewende jetzt!

Die Folgekosten der Atommüllproduktion, die derzeitigen Kosten und zukünftigen Folgen des Klimawandels, sind ein zig-faches der bisherigen Förderung der erneuerbaren Energien. Jede Kilowattsunde fossile Stromproduktion verursacht Langzeitschäden und ist teurer als regenerativer Strom. Weltweit gibt es aufgrund des Klimawandels, durch fossile Energien stark verursacht, bereits laut UNHCR über 20 Millionen Klimaflüchtlinge. Regenerative Energien können aufgrund ihrer Technologie weltweit dezentral zur Stromproduktion eingesetzt werden und fossile klimaschädliche Großkraftwerke ersetzen.


Was ist in Neckarwestheim geplant?
Der vom Umweltministerium bereits genehmigte „Abriss“ von Block 1 begann mit dem Bau von neuen Atomanlagen und einem neuen Atommüll-Lager in Neckarwestheim: EnBW erhielt die unbefristete Betriebsgenehmigung für die Errichtung eines zusätzlichen Standortabfalllagers für radioaktiven Müll und eine für ein „Reststoffbearbeitungszentrum“ inclusive der Errichtung einer Wasserverdampfungsanlage. In der Zukunft wird das Bearbeiten und Lagern von verstrahlten Anlagenteilen – auch aus anderen Atomkraftwerken – für längere Zeit in Neckarwestheim stattfinden.

Jetzt beantragt die EnBW vorab das Abriss-Genehmigungsverfahren für Block 2 und das Umweltministerium in Baden-Württemberg ist bereit, einen Abriss-Blankoscheck auszustellen!
Wie bereits beim Block 1 darf sich EnBW dann die Verfahren, das technische und radiologische Vorgehen beim Abriss von Block 2 weitgehend selbst aussuchen und bestimmen. Dies ist ein Blankoscheck zu Lasten der Bevölkerung, der zu gesundheitlichen Gefährdungen im Umgang mit radioaktiver Strahlung führt. Die Bürgerbeteiligung in dem Verfahren ist nur in Form eines einmaligen Erörterungstermins jetzt im Herbst vorgesehen. Dies ist praktisch und rechtlich das genaue Gegenteil einer Beteiligung!

Atommüll – wie lange noch in Neckarwestheim?
Seit Jahrzehnten besteht der offizielle Umgang mit dem hochradioaktiven Atommüll aus unverantwortlichen Scheinlösungen der Politik und der AKW-Betreiber. Jetzt wurde mit dem „Standort-Auswahlgesetz“ wieder eine rein politisch motivierte Suche für ein Langzeitlager gestartet. Auch dieser Versuch wird wieder scheitern und der hochradioaktive Atommüll in den CASTOREN noch Jahrzehntelang in Neckarwestheim bleiben. Die versprochene „grüne Wiese“ im Steinbruch wird es für viele Generationen noch nicht geben.
Das Beispiel ASSE mit den dort vergrabenen 126.000 Atommüll-Fässern zeigt auf, um welche Dimension es beim Thema Atommüll geht. Politik, Wissenschaftler und Betreibergesellschaft garantierten damals die „Eignung“ der ASSE. Nach wenigen Jahrzehnten besteht jetzt ein fast unlösbares Strahlen-Problem mit den radioaktiven Fässern. Wie diese bergen, und dann wohin damit?

Atomausstieg sofort - weitere dezentrale und regenerative Energiewende jetzt!
Kein Abriss- Blankoscheck für die EnBW!